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Die BBS ohne fünf

Engagierte Pädagoginnen verlassen die BBS

Angelika Peter, Brigitte Dröse, Gabi Beyß. Man kann sich die BBS des Landkreises ohne diese drei starken Frauen eigentlich kaum vorstellen.

Seit mehr als 20 Jahren prägen sie das Schulleben mit, jede auf ihre ganz eigene Weise. Oberstudienrätin Angelika Peter unterrichtete seit 1993 an der BBS, ihre Fächer: Katholische Religion; Deutsch; Pädagogik. Ihre ruhige, freundliche, den Schülern und Kollegen zugewandte Art erfreute sich allenthalben großer Beliebtheit. Vorzugsweise eingesetzt in den Erzieher- und Altenpflege-Fachschulen hatte sie unabhängig von ihrer fachlichen Kompetenz immer ein Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer „Schützlinge“. Den Schüler/die Schülerin als Menschen An-und Ernst-nehmen war ihr persönliches Credo. Auf Grund ihrer Zuverlässigkeit und korrekten Arbeitsweise haben alle gerne mit ihr zusammengearbeitet. Und auch nach weit über 20 Jahren im Schuldienst unterrichtetet sie nicht „nebenbei“, sondern plante ihren Unterricht mit akribischer Sorgfalt. Kollegen und Schüler wussten dies zu schätzen.

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Das Foto zeigt von links nach rechts:
Dr. Angela Siller, Zeinab Hammoudi, Elke Klingel (Abteilungsleiterin BF I und II), Brigitte Dröse, Angelika Peter, Schulleiterin (kom.) Gundi Kontakis und Gabriele Beyß.

 

Brigitte Dröse, Oberstudienrätin, kam nach einem bewegten pädagogischen Leben (unterrichtliche Tätigkeiten in Berlin und Istanbul) 1997 an die BBS des Landkreises. Ihre Fächer: Deutsch und Sport. Ihre direkte und zupackende Art ließ sie nicht lange fremdeln.
Im Gegenteil: Innerhalb kurzer Zeit war sie ein aktiver Teil des Schullebens. Wer je erlebt hat, wie nachdrücklich sie die Beiträge zur alljährlichen Weihnachtsfeier eingesammelt hat, weiß, dass sie einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hat, dass jedes Jahr aufs neue weit über 100 Kolleginnen und Kollegen daran teilnehmen.
Sie engagierte sich seit 20 Jahren bei der Vorbereitung des Tages der offenen Tür und war leidenschaftliche Klassenfahrerin.

Eingesetzt in nicht immer einfachen Schulformen (BVJ; BF1 und 2) wusste sie sich im positiven Sinne Respekt zu verschaffen. Durchsetzungsfähig, ehrlich und direkt, mit klaren Ansagen und emphatischen pädagogischen Fähigkeiten in den entscheidenden Momenten, war sie für unzählige Schülerinnen und Schüler ein Fels in der Brandung, eine Wegmarke, die Orientierung und Halt bot. Je länger die Schülerinnen und Schüler sie kannten, desto mehr wussten sie, was sie an ihr hatten. Und am Ende eines jeden Schuljahres mochten sie ihre Lehrerin nicht mehr missen. Das können nicht alle von sich behaupten.

Oberstudienrätin Gabi Beyß kam 1987 mit den Fächern BWL und Chemie an die BBS.
Der damalige Schulleiter Andres, charakterisierte sie bei seiner ersten schulischen Beurteilung als „freundlich, aufgeschlossen, hilfsbereit.“ Sie habe „für jeden immer ein gutes Wort und ausgleichende Wirkung unter Kollegen. Sie sei beliebt wegen ihrer „freundlichen und aufgeschlossenen Art.“

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Dem kann man auch nach dreißig Jahren im Dienste der beruflichen Bildung noch in jeder Hinsicht zustimmen. Seit der Geburt ihres zweiten Kindes unterrichtete Beyß immer mit 12-14 Wochenstunden. Ihr Engagement ging aber weit über diese „halbe Stelle“ hinaus. Man hatte vielmehr den Eindruck, dass sie die ihr durch die halbe Stelle entstandenen Freiräume im Dienste der Schule und vor allem der Schüler nutzte.
Nett, höflich und freundlich im Ton, klar und gerecht in der Sache, genoss sie bei ihren Schülerinnen und Schülern großen Respekt. Den Schülern war bewusst: Wer sich auf diese Lehrerin einlässt, der kann es an der BBS weit bringen.
Eingesetzt vor allem in den Schulformen BF1 und BF2 unterstützte Beyß gerade in den letzten Jahren die verantwortliche Studiendirektorin Elke Klingel in der täglichen pädagogischen Arbeit in besonderem Maße. Sie stellte sich beharrlich und mit großer Korrektheit jeder schwierige Situation, weil sie sich eine pädagogische Maxime in besonderem Maße zu Herzen nahm: Gib keinen Schüler auf! Unterstützung benötigen vor allem die, die in ihrem sonstigen Umfeld wenig Unterstützung erfahren! Der Realisierung dieses Anspruchs galt ihre Arbeit.

Doch damit nicht genug. Erst seit einigen Tagen ist klar: Zwei weitere Pädagoginnen verlassen die BBS: Die eine aus freien Stücken, die andere, zum Leidwesen aller Beteiligten, aus formaljuristischen Gründen. Dr. Angela Siller unterrichtete seit zweieinhalb Jahren mit großem Erfolg Musik und Mathematik an der BBS. Sie zieht es aus familiären Gründen nach Bayern. Zeinab Hammoudi dagegen muss die BBS verlassen.
Ihr Vertrag durfte aus juristischen Gründen nicht verlängert werden. Dies ist umso bedauernswerter, als die studierte Pädagogin nicht nur, aber auch, auf Grund ihrer arabischen Wurzeln, aus der Arbeit in den sog „Internationalen Klassen“ eigentlich nicht mehr wegzudenken ist. Sie unterrichtete Deutsch als Fremdsprache, fungierte aber auch als Übersetzerin, Integrationshelferin und interkulturelle Fachkraft. Ihr Verlust wiegt angesichts von 140 an der BBS unterrichteten Flüchtlingen schwer.

Peter, Dröse, Beyß, Siller, Hammoudi: Auch nach ihrem Weggang von der BBS wird sich das Rad der beruflichen Bildung im Ahrkreis weiterdrehen. Und dennoch. Sie hinterlassen Leerstellen, die zu füllen die Aufgabe aktueller und zukünftiger Pädagogen sein wird.
Die Messlatte liegt hoch.

 

Weitere Fotos von der Verabschiedung >>>

 

Michael Sauer-Beus; Gundi Kontakis für bbs-ahrweiler.de

 

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