Erasmus+ Fortbildung in Helsinki
Warum gilt das finnische Bildungssystem als eines der erfolgreichsten der Welt – und warum gehört Finnland immer wieder zu den Ländern mit den glücklichsten Menschen?
Dieser Frage sind Tina Busa und Pascal Klewe, Lehrkräfte unserer Schule, bei einer internationalen Fortbildung in Helsinki nachgegangen. Vom 8. bis 14. März nahmen sie am Kurs „Structured Educational Visit to Schools & Training Seminars in Finland“ teil. Insgesamt 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 9 europäischen Nationen und 17 Bildungseinrichtungen kamen zusammen, um Einblicke in das finnische Bildungssystem zu gewinnen, Schulen zu besuchen und sich über innovative Unterrichtsansätze auszutauschen. Finanziell gefördert wurde die Teilnahme durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Kommission.
Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Geschichte und Kultur Finnlands und deren Einfluss auf Bildung und Gesellschaft. Schnell wurde deutlich, dass Vertrauen, Chancengleichheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler zentrale Säulen des Systems sind. Diese Prinzipien konnten die Teilnehmenden anschließend direkt im Schulalltag erleben: bei Schulbesuchen, Gesprächen mit Lehrkräften und Lernenden sowie Einblicken in den Unterricht. Besonders beeindruckend war das große Vertrauen in die Eigenverantwortung der Lernenden, die starke individuelle Förderung sowie die ruhige und unterstützende Lernatmosphäre. Auffällig war außerdem, dass der in Deutschland häufig empfundene Leistungsdruck deutlich weniger spürbar war. Stattdessen steht in vielen Schulen eine Lernkultur im Mittelpunkt, die Motivation, Selbstständigkeit und persönliches Wohlbefinden fördert.
Neben Seminaren und Schulbesuchen spielte auch das Lernen außerhalb des Klassenzimmers eine wichtige Rolle. Exkursionen führten unter anderem in die historische Stadt Porvoo sowie nach Tallinn, Estland. Hier wurde deutlich, wie Geschichte, Kultur und Umgebung aktiv in Lernprozesse eingebunden werden können.
Eine Woche voller neuer Perspektiven, spannender Gespräche und internationalem Austausch: Tina Busa und Pascal Klewe kehrten mit vielen Eindrücken und wertvollen Impulsen zurück – Ideen, die nun auch in die Bildungsarbeit an unserer Schule einfließen werden.
Tina Busa und Pascal Klewe für bbs-ahrweiler.de
Impressionen aus Finnland:




















