Anfang Februar hatten Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen die Möglichkeit, das aktuelle jüdische Leben in Deutschland im Rahmen des Begegnungsprojekts „Meet a Jew“ aus erster Hand kennenzulernen.

Unter dem Motto „Miteinander statt übereinander reden!“ vermittelt das Projekt des Zentralrats der Juden in Deutschland ehrenamtliche jüdische Personen an Schulen. Die freundliche und aufgeschlossene Dame, die uns besucht hat, gab den Jugendlichen Einblicke in den aktuellen jüdischen Alltag, einen Überblick über die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland und beantwortete Fragen in ungezwungener Gesprächsatmosphäre. Im Vordergrund stand dabei weniger die Vermittlung von Wissen, sondern der lebendige Austausch auf Augenhöhe.
Sie berichtete allgemein über ihr religiöses Leben, beispielsweise über Feste und Regeln im Judentum, aber auch wie sie selbst im Rhein-Main-Gebiet lebt und ihren Glauben praktiziert. Sie brachte Gegenstände mit und erklärte die Bedeutung und Geschichte einzelner Objekte sowie die jüdischen Speisevorschriften.
Interessant war die Antwort auf die Frage: „Wer ist denn überhaupt Jude?“ Die traditionelle Antwort lautet: Jude ist, wer als Kind einer jüdischen Mutter geboren wurde. Diese Antwort stieß zunächst auf Verwunderung, da die meisten vermuteten, dass das Judentum eine eher patriarchalische Religion ist. Die Begründung dafür ist schlicht und einfach, dass man in einer Zeit, als es noch keine Vaterschaftstests gab, nur ganz sicher sein konnte, wer die Mutter ist.
Leider war die Zeit viel zu kurz. Wir hoffen sie oder andere Mitglieder von „Meet a Jew“ in Zukunft wieder bei uns begrüßen zu dürfen.







