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Schulartübergreifender Sonderpreis und ein Erster Preis gehen an die BBS

Schüler- und Jugendwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung und des Landtags von Rheinland-Pfalz: Preisträger im Frankfurter Hof in Mainz geehrt

1.119 Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz nahmen am diesjährigen Schüler- und Jugendwettbewerb teil und reichten 246 beeindruckende Arbeiten ein. Besonders gelohnt hat sich der Ausflug zur Siegerehrung nach Mainz für die BBS des Landkreises Ahrweiler, die gleich zweimal ganz oben auf dem Treppchen stand.

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Überreichung des schulartübergreifenden Sonderpreises durch Marianne Rohde (LPB RLP) links außen und Landtagspräsident Hendrik Hering (rechts außen) an die BS BKM 17 a

 

Die angehenden Bürokaufleute der Klasse BS BKM 17 a wurden von der Fachjury für die schulartübergreifend beste Arbeit geehrt. Die Schüler hatten im Rahmen ihres Projekts „Leben in einem Europa der Regionen" eine Textarbeit sowie einen selbstgestalteten Europa-Rettungsschirm eingereicht. Im Detail bearbeiteten sie das Thema „Brexit und neuer Nationalismus - Europa vor dem Aus?". Sie haben sich zunächst eingehend mit Großbritannien und dem Brexit beschäftigt. Besonders herausfordernd war die fortwährende Aktualität dieses Themas.

Zur Frage, ob Europa am Brexit zu zerbrechen droht, haben die Schüler sogar ein Interview mit einer britischen Bürgerin geführt. Angedacht haben sie sodann rein hypothetisch, was passieren würde, wenn die Schweiz EU-Mitgliedsstaat würde. Abgesehen davon, dass die Schweiz keinen EU-Beitritt möchte, wäre sie wirtschaftlich sicher auch kein Ersatz für Großbritannien. Auseinandergesetzt haben sich die angehenden Bürokaufleute zudem exemplarisch mit Italien, Polen und Ungarn. Die Rolle Deutschlands in der EU und in Europa im Hinblick auf den Zusammenhalt wurde von einer sehr großen Gruppe bearbeitet. Interessant war, dass in dieser Gruppe viele syrische Flüchtlinge und jetzt Klassenkameraden mitarbeiten wollten. Deutschland wird nach wie vor als ausgleichender und fester Anker Europas gesehen.

Die künstlerische Ausgestaltung umfasst einen Europaschirm mit ersten Löchern - das vermeintliche Aus für den Schirm. Er bietet aber auch Platz für interessante Neuerungen. Zudem haben die Schüler Gläser an dem Schirm befestigt. In den Gläsern befinden sich Leckereien aus den exemplarisch bearbeiteten Ländern. Diesen Inhalt würden die Schüler bei einem Auseinanderbrechen Europas am meisten vermissen. Es gilt diese Gläser behutsam zu behandeln, genau wie die EU und Europa. Denn wer möchte schon immer dasselbe essen? Europa lebt von der Vielfalt. Ferner holten sich die Schüler Rückmeldungen zahlreicher Politiker zur gegenwärtigen Situation in Europa und der EU ein, gestalteten einen Europatag mit mehreren Klassen und kamen letzten Endes zu dem Ergebnis: Auf den ersten Blick sieht die Lage etwas verfahren aus, auf den zweiten Blick liegt es an uns, ein zukunftsfähiges Europa zu schaffen. „Eine sehr umfassende Arbeit mit einer eigenen Vision für Europa“, so lobte die Jury das Schülerprojekt. Der engagierten Klasse wurden nach dem Hauptgewinn herzliche Grüße von Manfred Weber (Mitglied des Europäischen Parlaments), Horst Gies (Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz) und zahlreichen weiteren Gratulanten übermittelt.

 

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Überreichung des schulartübergreifenden Sonderpreises durch Marianne Rohde (LPB RLP) links außen und Landtagspräsident Hendrik Hering (rechts außen) an die BS BKM 17 a

 

Ein weiterer, diesmal erster Preis in der Kategorie BBS, ging an die angehenden Altenpfleger der Klasse FS AAP 17 a. Sie haben sich mit dem Thema „Frauen verändern die Welt" und dabei exemplarisch mit Hildegard von Bingen beschäftigt. Die Schüler haben das Projektthema primär aus geschichtlicher Sicht bearbeitet und gleichwohl die Projektmappen künstlerisch gestaltet. Zunächst haben sie erarbeitet, wer Hildegard von Bingen überhaupt ist. Von der Person ausgehend, haben sie sich mit ihren Visionen beschäftigt. Um das Ganze besser einordnen zu können, warfen sie einen Blick über den Tellerrand hinaus und haben sich mit der Rolle der Frau in der damaligen Zeit befasst. Auch haben sie ein Kapitel zu den Themen Gründung der Klöster, Streit mit der Kirche und Einigung mit Papst und Kaiser erarbeitet. Weg von der Frau als Kämpferin, haben sie die für die Altenpflege besonders bedeutsamen Themen Naturheilkunde und Ernährung erarbeitet. Dabei spielten auch Rezepte samt Nachkochen und Bewertung eine große Rolle. Gleiches gilt für die kommerzielle Nutzung von Produkten, die auf Hildegard von Bingen zurück gehen. Neben der Pflege haben sie sich aber auch mit den Themenfeldern Schriften und Musik beschäftigt. Diese Bereiche fließen insbesondere in das Wohlbefinden und die ganzheitliche Betrachtung des Menschen ein. Am Schluss wurde gemeinsam reflektiert und die Leistungen von Hildegard von Bingen zusammenfassend z. B. in Bezug auf das Frauenbild, die Gleichstellung der Geschlechter, auch in der Kirche sowie besondere Berufsbilder festgehalten. Gerade diesen eigenen Blick lobte die Jury bei der Preisverleihung.

Damit aber noch nicht genug: Mit selbst gestalteten Hildegard von Bingen T-Shirts hinterließen die Schüler auch bei der Siegerehrung einen tollen Eindruck, als sie Landtagspräsident Hendrik Hering ein eigens zu Recht gemachtes Hildegard von Bingen Körbchen mit Herzwein überreichten. Ein Dankeschön sprach die stellvertretende Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, Marianne Rohde, nicht nur den beiden Siegerklassen, sondern auch den die Projekte betreuenden Lehrern, Oberstudienrätin Anja Weischedel und Studiendirektor Gerhard Lügger, für die umfangreiche Unterstützung ihrer Schüler, aus.

Eine öffentliche Ausstellung zeigt die Projektarbeiten zurzeit im Abgeordnetenhaus in Mainz.

 

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titel broschuere 2019

3. Auflage, Februar 2019

 

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