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Vom Ex-Junkie lernen:

Wie hängen Emotionen und Drogenkonsum zusammen?

Am 26. und 27. Juni 2019 besuchten der Youtube-Star „$ick“ und sein Freund und Redakteur Paul Lücke die BBS. Beide sind durch die Arbeit an der über Youtube ausgestrahlten und mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichneten Serie „Shore, Stein, Papier“ bekannt geworden und engagieren sich darüber hinaus im Verein „Stigma e.V.“ in der Aufklärung über gesellschaftliche Stigmatisierung. An der BBS veranstalteten sie an beiden Tagen ein jeweils fünfstündiges und von ca. 60 Schülerinnen und Schülern besuchtes Seminar zur Drogenprävention.

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Als er 13 Jahre alt ist, zieht „$ick“ aus dem schwäbischen Sindelfingen nach Hannover, zusammen mit seiner Mutter und deren neuem Freund.

Dieser erklärt ihm unterwegs: „Deine Mutter liebe ich, aber du bist unerwünscht.“ Der entwurzelte und über diese Zurückweisung enttäuschte Junge beginnt bald, seinen emotionalen Schmerz mit Drogen zu betäuben: Erst Cannabis, dann mit 15 – zunächst unbewusst – Heroin. Es folgt eine über 25-jährige Odyssee, geprägt von Abhängigkeit, Selbstzerstörung, Beschaffungskriminalität und Haftstrafen. Im Jahr 2012 wird „$ick“ clean und arbeitet seine Erlebnisse erstmals in der Serie „Shore, Stein, Papier“ auf. Die wachsende Bekanntheit der Serie mündet neben anderen Projekten in der Gründung des Vereins Stigma e.V. und durch diesen im Angebot von Präventionsseminaren an Schulen.
Der Einstieg erfolgte im Dialog zwischen Paul Lücke, „$ick“ und den Schülerinnen und Schülern der BBS. Der Fokus lag hier auf der Thematisierung von Gefühlen und ihrer Bedeutung für das Leben, von der Wichtigkeit, sich mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen. Im Anschluss erzählte „$ick“, wie seine eigenen, nicht aufgearbeiteten Negativemotionen zu seiner Abhängigkeit führten und sein Leben bestimmten.

„$ick“ spricht offen, ohne Dramatisierungen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und ohne erhobenen Zeigefinger. Er verteufelt die Drogen nicht plakativ, er berichtet lediglich, wie sich der Konsum auf sein Leben ausgewirkt hat. Die nüchterne Schilderung seiner teils fürchterlichen Erlebnisse wirkt dabei umso abschreckender. Auch die Reaktionen zahlreicher Schülerinnen und Schüler zeigten klar, dass diese Aufklärung zum Thema Drogen durch einen selbst betroffenen, authentischen und charismatischen Referenten sehr beeindruckend und in höchstem Maße sinn- und wertvoll ist.
Das Seminar endete mit einer offenen „Fragestunde“, in der die Schülerinnen und Schüler sich im lockeren Gespräch mit Paul Lücke und „$ick“ über ihre Erfahrungen austauschen und offene Fragen klären konnten. Zum Schluss erfüllte „$ick“ den Schülerinnen und Schülern der BBS bereitwillig diverse Fotowünsche.

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Wir bedanken uns herzlich bei der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler, der Volksbank RheinAhrEifel eG, dem Lions Club Bad Neuenahr sowie dem Förderverein der BBS AW, die unseren Schülerinnen und Schülern diese wichtige Veranstaltung durch ihre großzügigen Spenden erst ermöglicht haben! Ebenso bedanken wir uns natürlich bei „$ick“, Paul Lücke und dem Stigma e.V. für die beiden erfolgreichen Seminartage und den freundlichen, unkomplizierten Kontakt!

Roman Meißner für bbs-ahrweiler.de

 

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3. Auflage, Februar 2019

 

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